kfd-Workshoptag Zivilcourage

Beherztes Handeln – Workshoptag Zivilcourage

Teilnehmerinnen im Austausch

Trainerin Andrea Barie (rechts) im Gespräch mit einer Teilnehmerin

Wir alle kennen Situationen, die mit Ausgrenzung, Diskriminierung und vielleicht sogar Gewalt einhergehen. Wir möchte eingreifen – oder wenigstens etwas sagen und richtig stellen. Aber dann fehlen der Mut oder die Worte. Was zurück bleibt, ist meist ein ungutes Gefühl und Unzufriedenheit mit sich selbst. Sich äußern, sich einmischen, eingreifen – das erfordert Zivilcourage.

Und darum ging es bei dem Workshoptag Zivilcourage, zu dem der kfd Diözesanverband jetzt im August ins Kloster Neustadt eingeladen hatten.

Die Zivilcouragetrainerinnen Andrea Barie und Xenia Orth zeigten den Teilnehmerinnen auf, wie man in Situationen, die zivilcouragiertes Handeln erfordern, eingreifen kann, ohne sich selbst zu gefährden.

Hilfreich dabei war der Austausch über eigene Erfahrungen im Alltag, Beruf und Freizeit und das Ausprobieren von Handlungsmöglichkeiten im Rollenspiel sowie theoretische Hintergrundinformationen:

Schnelles, aber vor allem richtiges Eingreifen ist gefragt, ohne sich selbst dabei zu gefährden. Nicht um Heldentum geht es, sondern um überlegtes und beherztes Handeln, wenn eine akute Situation es erfordert. „Zivilcourage ist ein Prozess – es gibt keine Patentlösungen. Es kommt auf mich an, was für ein Typ ich bin, und wie ich gut mit Konflikten umgehen kann“, erläuterte Trainerin Andrea Barie. Den Teilnehmerinnen wurde bewusst, wie man auch mit Kleinigkeiten viel erreichen kann – sei es durch aufmerksame Wahrnehmung, Körpersprache oder Stimme. „Dieses Training war eine Persönlichkeitsstärkung für mich, ich habe mehr Zuversicht für Situationen bekommen, in denen ich aktiv werden kann“, fasste es eine der Teilnehmerinnen am Ende des Trainingstags zusammen.