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Mehlinger Heide

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Innehalten und Atemholen –  meditativer Spaziergang in der Mehlinger Heide

19.08.2020: Über 20 Teilnehmende hatten sich eingefunden, um sich von Gabriele Heinz auf einem meditativen Spaziergang durch die Mehlinger Heide führen zu lassen.

Diese Auszeit aus dem Alltag und das Unterwegs Sein in der Natur waren für die Frauen gerade jetzt in Coronazeiten wichtig – zur Begrüßung an den Ausgangspunkt der Wanderung waren sogar Mehlinger kfd-Frauen gekommen, die an dem Spaziergang selbst nicht teilnehmen konnten, die aber dennoch dieses kurze Wiedersehen mit anderen kfd-Frauen nicht versäumen wollten.

Der meditative Spaziergang durch die Heide hat schon Tradition bei der kfd, und jedes Jahr finden sich neue Interessentinnen, die auf dem naturbelassenen Rundweg die Schönheit der Heidelandschaft entdecken und erleben wollen. „Die kfd hat die Mehlinger Heide für spezielle geführte Wanderungen für sich entdeckt, weil sie eine wunderbare Atmosphäre in einer einzigartigen Naturlandschaft bietet“, erklärt Gabriele Heinz, die im benachbarten Mehlingen auch zuhause ist.

An besonders ausgewählten Punkten regte Gabriele Heinz mit spirituellen Texten zum Nachdenken und zum Austausch an:

„Lass mich langsamer gehen, Herr – entlaste das eilige Schlagen meines Herzens durch das Stillwerden meiner Seele“ – so wurde es in einem Gebet formuliert.

Zu jedem Impuls hatte  Natalja Gebert, Mitarbeiterin in der kfd Mehlingen, liebevoll ein Symbol ausgewählt und gestaltet, und – coronagerecht – für jede Teilnehmerin schon zuvor in eine „spirituelle Provianttüte“ gepackt: ein Schneckenhaus zur Erinnerung an die Langsamkeit fanden die Frauen zum Beispiel darin, oder ein Licht zur Erinnerung an die Lichtmomente im eigenen Leben.

„Gib mir mitten in den Verwirrungen des Tages die Ruhe der ewigen Berge“ – bei diesen Worten konnten die Teilnehmerinnen die Augen an den Horizont zum Donnersberg schweifen lassen, dem höchsten Berg in der Pfalz.

„Gib mir den Wunsch, meine Wurzeln tief in den ewigen Grund zu senken“: eine Rast an einem alten Eichenbaum lud dazu ein, über das nachzudenken, was einem im Leben Halt gibt und was man zum Wachsen braucht.

Zusätzlich zu den spirituellen Impulsen konnte Gabriele Heinz auch interessante Infos zu dem Heidebiotop geben und zu den Heidepflanzen, die dort wachsen und blühen, und die über dreißig Jahre alt werden können: „Lass mich langsamer gehen, um eine Blume zu sehen“…

Zum Erhalt der Heidepflanzen tragen als natürliche Landschaftspfleger auch die Heidschnucken bei, die ebenfalls fest zum Bild der Heide mit dazu gehören, und die von manch einer Teilnehmerin begeistert mit der Kamera eingefangen wurden.

„Lehre mich die Kunst des freien Augenblicks“, so beteten die Frauen zum Abschluss der gemeinsamen Heidetour. Dieser spirituelle Spaziergang war eine kleine Lehrstunde in dieser Kunst – und nach einem Abendlied, sanft gesungen in gebührendem Abstand, ging jede erfüllt und dankbar nach Hause.

 

Bild 1: Gabriele Heinz führt durch ein Waldstück zur Mehlinger Heide
Bilder 2 und 3: Innehalten und Atemholen auf dem gemeinsamen Weg

(Text und Fotos: Annette Bauer-Simons)

 

meditativer Spaziergang in der Mehlinger Heide