„Ich erinnere mich gern an die Zeit im DLT…“ – Ingrid Huber aus dem Diözesanleitungsteam verabschiedet

Speyer, 26. Januar: Ingrid Huber ist zum neuen Jahr nach 10-jähriger Mitarbeit aus dem kfd-Diözesanleitungsteam ausgeschieden – kfd-Diözesanreferentin Annette Bauer-Simons hat sie zum Abschied interviewt:

Wenn Du Deine Zeit im kfd Diözesanleitungsteam in einem einzigen Satz zusammenfassen müsstest, wie würde der lauten?

Ingrid Huber: Ich erinnere mich gerne an die Zeit im DLT, die für mich schön, in jeder Hinsicht sehr bereichernd war, und wünsche mir, dass diese Erfahrung auch andere kfd-Frauen erleben dürfen.

Was waren in den Jahren im kfd-DLT die Highlights, an die Du Dich besonders gerne erinnerst?

I.H.: Ich erinnere mich gerne an die erste DLT-Sitzung, vor 10 Jahren, in der ich ganz herzlich begrüßt und ins Team aufgenommen wurde.  Alle Sitzungen waren von einer angenehmen Atmosphäre geprägt, die einfach guttat.

Sehr schöne Höhepunkte erlebte ich jedes Jahr bei  den vielfältigen Angebotenen z.B. Begegnungstage, Frauengottesdienste, Themenabenden, DV- Versammlungen,  Jubiläen, der große Diözesantag auf der Landesgartenschau in Landau, die Mitgliederwerbekampagne und schließlich die Jahrestagungen des „Ständigen Ausschusses Frauen und Erwerbsarbeit“ (AK-FE) zu verschiedenen Themen zum Equal-Pay-Day: Gleichstellung von  Frauen und Männern in der Erwerbstätigkeit „Laut werden – Bewusstsein schaffen-Forderungen stellen“, denn „Frauen verdienen mehr!“

Du hast Dich als Vertreterin des ständigen Ausschusses Frauen und Erwerbsarbeit ganz besonders für die berufstätigen Frauen eingesetzt. Was ist Deine persönliche Bilanz zu diesem Thema?

I.H.: Dieses Thema Frauen und Erwerbstätigkeit, die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Ehrenamt wird uns noch einige Zeit beschäftigen. Wir müssen uns weiterhin einsetzten für die Frauenrechte in Kirche, Politik und Gesellschaft. Wir haben uns in der Vergangenheit stark gemacht um die Chancengleichheit im Erwerbsleben zu fordern und dabei schon Einiges auf diesem Weg erreicht, aber es bedarf weiterhin noch viel Einsetzungsvermögen um dem Ziel näher zu kommen. 

Frauen verdienen bei gleichem Ausbildungsstand heute immer noch 21% pro Jahr weniger, als Männer. Die Chefetagen sind überwiegend männlich besetzt. Die Aufstiegsmöglichkeit der Frauen in ihrem Beruf ist sehr gering, da sie familienbedingt durch Mutterschutz, Erziehungszeiten und Pflegezeiten nicht immer eine Vollzeitstelle wahrnehmen können. Es entsteht dadurch eine Lohnlücke und dies macht sich bei den späteren Rentenansprüchen erheblich bemerkbar. „Altersarmut ist weiblich!“

Was gibst Du dem DLT als Empfehlung mit auf den weiteren Weg?

I.H.: Behaltet weiterhin die kfd- Frauen, an der Basis im Blick, denn sie waren und sind auch in Zukunft das Gesicht des Verbandes!

Ich wünsche dem DLT viel Durchhaltevermögen in der Zielsetzung zu all den anstehen Themenbereichen. Natürlich ist es mir auch ein Anliegen, dass der AK-FE angehört und unterstützt wird.

Wünschenswert wäre es, Frauen, die noch die Nähe zum Erwerbsleben haben, für den AK-FE zu werben um die aktuellen Erfahrungen aus der Erwerbstätigkeit dort einbringen zu können.

Für das DLT habe ich noch eine weitere Empfehlung: Setzt euch Prioritäten in den Programmangeboten, schaut, was ist umsetzbar, und was weniger. Dies ist in der momentanen, schwierigen Pandemiesituation bestimmt nicht leicht. Bündelt eure Kräfte und denkt auch an eure Gesundheit, denn sie ist ein Geschenk für Jede und Jeden von uns.

Du wirst der kfd sicher auch weiter verbunden bleiben – verrätst Du uns, wie das aussehen wird?

I.H.: Mit der kfd bleibe ich weiterhin verbunden im AK-FE auf Diözesanebene, in der örtlichen kfd-Gemeinschaft bin ich im Leitungsteam Ansprechpartnerin, Mitgliederverwalterin, Gymnastikgruppenleiterin, Schriftführerin und Pressefrau.

In dieser ungewöhnlichen Zeit ist es nicht ganz einfach, die persönlichen Kontakte zu den Mitgliedern zu halten, aber ich versuche sie zu ermutigen, hör mir ihre Anliegen an und möchte ihnen das Gefühl geben, dass sie auch jetzt nicht allein gelassen sind.

Das kfd-Diözesanleitungsteam dankt Ingrid Huber von ganzem Herzen für Ihren langjährigen außergewöhnlichen Einsatz und die wohltuende und bereichernde Zusammenarbeit auf Diözesanebene und wünscht ihr für das weitere Engagement im Verband, aber auch für die Zeit mit Familie, Freundinnen und Freunden von Herzen alles Gute!

 

Foto: Gertrud Schwartz