Equal Pay Day – 21. März 2014

 

Foto v.l.n.r.: Generalvikar Dr. Franz Jung, Diözesanleiterin Gabriele Heinz, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und stellvertretende Diözesanleiterin Christa Kuhn

Am Randes des Forums V, der exakt am Equal Pay Day stattfand, überreichten kfd-Diözesanleiterin Gabriele Heinz und ihre Stellvertreterin Christa Kuhn Herrn Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Herrn Generalvikar Dr. Franz Jung den kfd-Jahresbericht 2013 und eine rote kfd-Tasche mit dem Aufdruck equal pay day. Die roten Taschen fanden reißenden Absatz unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Forums.

„… und raus bist Du?“, so steht es auf dem kfd-Flyer mit den Forderungen der kfd zum Equal Pay Day.

80 Kalendertage mehr!

Der durchschnittliche Bruttoverdienst von Frauen liegt in Deutschland aktuell um 22 Prozent niedriger als der von Männern (www.destatis.de). Das heißt, Frauen müssen statistisch gesehen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten, um das gleiche Jahresgehalt wie Männer „in der Tasche“ zu haben, nämlich 80 Kalendertage mehr, bis zum 21. März 2014, dem Equal Pay Day, dem internationalen Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen.

„Wir stärken Frauen in ihrer Einzigartigkeit und in ihren jeweiligen Lebenssituationen“, heißt es im Leitbild der kfd. Grund genug, sich am Equal Pay Day zu beteiligen und durch das Tragen roter Taschen auf die Vierdienstunterschiede vom  Männern und Frauen aufmerksam zu machen. Die kfd fordert ihre Mitglieder auf, sich der Frage zu stellen: „Verdiene ich, was ich verdiene?“

Minijob und Teilzeit …..

Es sind vor allem Frauen, die aufgrund von Familienaufgaben, wie Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen, ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen und danach oft in Minijobs oder Teilzeit ins Berufsleben zurückkehren. Eine Lösung, die zunächst im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf praktisch erscheint, doch auf Dauer entstehen neue Probleme. Gerade Minijobs erweisen sich als berufliche Sackgasse. Auch Frauen, die längerfristig in Teilzeit arbeiten, bleiben Aufstiegschancen meist versperrt, Führungspositionen in Teilzeit haben Seltenheitswert, und das Gehalt reicht meistens weder zur momentanen eigenen Existenzsicherung, noch zum Aufbau einer angemessenen Rente.

….. und raus bis Du?

So lautet das Motto des Equal Pay Day 2014, das ein Bewusstsein dafür schaffen will, dass ein Wiedereinstieg in Minijobs oder Teilzeitstellen nicht nur Spuren in der eigenen Erwerbsbiografie hinterlässt. Vielmehr erweist sich das Familienbild „männlicher Alleinverdiener/weibliche Hinzuverdienerin“ spätestens dann als Armutsrisiko, wenn die Familie wegen Trennung/Scheidung auseinander bricht oder der Hauptverdiener erwerbslos wird oder verstirbt. Die kfd setzt sich demgegenüber für eine eigenständige Existenz- und Alterssicherung für Männer und Frauen ein. Teilzeitarbeit vor dem Hintergrund von Familien- und Pflegearbeit darf sich nicht nachteilig auswirken. Eine Rückkehr in Vollzeitarbeit muss ermöglicht werden.

C.K.