Tag der Diakonin

  

Feier zum Tag der Diakonin am 29. April 2015 in Homburg 

   

Jede Frau ist zu etwas berufen

Frauenverbände begingen Tag der Diakonin in Homburg 

Die Einführung des sakramentalen Diakonats der Frau ist ein gemeinsames Anliegen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB), des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und des Netzwerks Diakonat der Frau. Anlässlich des Tages der Diakonin, dem Festtag der heiligen Katharina von Siena am 29. April, stand dieses Anliegen im Mittelpunkt. „Du hast mich gerufen” lautete in diesem Jahr das Motto des Tages der Diakonin, der gemeinsam von den beiden Frauenverbänden KDFB und kfd sowie dem Netzwerk veranstaltet wurde. Eröffnet wurde der Gedenktag mit einer Wortgottesfeier in der Pfarrkirche St. Andreas. Im Rahmen dieser Feier machten die Frauen mit einer Unterschriftenaktion deutlich, dass jeder zu etwas berufen ist. Beim anschließenden Themenabend im Thomas-Morus-Haus waren alle Frauen zu Gespräch und Begegnung eingeladen. Im Vordergrund standen dabei der Einsatz für den sakramentalen Diakonat und der Zugang von Frauen zu diesem Amt. Mit einem theologischen Impuls führte Marina Hilzendegen, seit fünf Jahren Geistliche Leiterin im kfd-Diözesanverband Speyer, in das Thema ein. „Wir wollen darüber nachdenken und uns mit der Frage auseinander setzen, was es bedeutet, die eigene Berufung zu suchen, zu finden und zu leben”, betonte Hilzendegen. „Jede Frau ist von Gott berufen und jede hat, ohne dass sie es weiß, ihren Platz.” Der Heilige Geist schenke eine Vielzahl von Gaben und Berufungen, die in der Welt und in der Kirche benötigt würden. Eine Kirche, die für die Menschen da sein wolle, brauche die Charismen und die Kompetenz aller Gläubigen, die mitwirken wollen und können, so die geistliche Leiterin. Das Amt des Diakonats bilde die Nachfolge des dienenden Christus in der Ämterstruktur der Kirche ab. Daher müssten auch Frauen, die zu diesem Amt berufen sind, zu Diakoninnen geweiht werden. „Ich möchte Sie einladen, Ihrer Berufung nachzugehen und Ihren eigenen Charismen auf die Spur zu kommen”, betonte Marina Hilzendegen. Welche Träume und Wünsche habe ich? Worin bin ich richtig gut? Was sind meine Talente, meine Charismen? Wo werde ich gebraucht? Wo kann ich anderen am besten helfen? Wo bedarf die Kirche meiner Charismen? Was treibt mich an und was motiviert mich, mich für andere einzusetzen? Was gibt mir Mut und Kraft, was stärkt mich in meinem Engagement, in meiner Berufung? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigten sich die Teilnehmerinnen aus den Frauenverbänden kfd und KDFB aus Homburg, St. Ingbert, Kaiserslautern und Neustadt am Festtag der heiligen Katharina im Pfarrzentrum Thomas-Morus-Haus in Erbach. Als äußeres Zeichen mit dabei war auch das Radsymbol von Nikolaus von der Flüe zu den sechs Werken der Barmherzigkeit aus dem letztjährigen Tag der Diakonin. b.r.


Weitere Fotos von der Veranstaltung finden Sie in unserer Bildergalerie unter Tag der Diakonin am 29.04.2015